Mitten im Corona-Einstellungsstopp eine Personalberatung gegründet.
Urs Eberle erzählt im Podcast, weshalb Mut oft mehr zählt als Planbarkeit.

Wer über Unternehmertum spricht, landet meist schnell bei Sicherheit: stabile Einnahmen, klare Perspektiven, ein solider Plan. Die Geschichte unseres Partners Urs Eberle zeigt einen anderen Weg – und gerade für die Personalbranche ist sie ein Lehrstück. Er hat sich, obwohl er sich selbst als eher sicherheitsorientiert beschreibt, für die Selbstständigkeit entschieden: mit Rücklagen, mit Rückhalt aus dem Umfeld – und mitten in der Corona-Zeit.
Der Zeitpunkt macht die Entscheidung besonders eindrücklich. Während viele Unternehmen Einstellungsstopps verhängten, Recruiting-Budgets kürzten und offene Stellen auf Eis legten, kündigte Urs seine Festanstellung, um eine eigene Personalberatung aufzubauen. Rückblickend beschreibt er diesen Schritt selbst als „sehr, sehr mutig". Ein Markt, in dem gerade niemand einstellt, ist denkbar schlecht für den Start einer Recruiting-Firma – und trotzdem war genau das der Moment, in dem er sich entschied.
Mut bedeutete für ihn aber nicht, unvorbereitet loszulegen. Die finanzielle Reserve war da und der Zeitraum, in dem sich das Geschäftsmodell tragen musste, stand ebenfalls fest – ein klarer Rahmen, innerhalb dessen er das Risiko einging. Genau diese Kombination ist es, die den Unterschied macht: nicht blind ins Risiko zu gehen, sondern die Unsicherheit bewusst zu begrenzen und trotzdem zu handeln, statt auf den vermeintlich richtigen Moment zu warten. Den gibt es in der Praxis kaum je.
Auch das Umfeld spielte eine zentrale Rolle. Familie und Geschäftspartner standen hinter der Entscheidung – kein Nebenaspekt, sondern ein entscheidender Erfolgsfaktor. Wer als Personalberater oder Recruiter ein eigenes Geschäft aufbaut, trägt zwar die unternehmerische Verantwortung allein, ist dabei aber selten wirklich isoliert: Menschen, die Vertrauen geben und mitdenken, tragen den Schritt mit.
Für alltägliche Themen in der Personalbranche steckt darin eine Erkenntnis, die über die einzelne Gründungsgeschichte hinausgeht. Neue Recruiting-Wege, neue Organisationsformen, der Aufbau eines zusätzlichen Standorts oder Geschäftsfelds – all das entsteht selten unter perfekten Bedingungen. Human Relations selbst hat immer wieder neue Ansätze getestet, ohne vorab zu wissen, ob sie sich durchsetzen. Kreativität, Resilienz und eben auch eine Portion Glück gehören untrennbar zu dieser Entwicklung dazu.
Mut ist damit keine emotionale Floskel, sondern eine konkrete unternehmerische Kompetenz – gerade im Recruiting, wo sich Marktbedingungen, Kandidatenverhalten und Kundenanforderungen laufend verändern. Wer auf vollständige Planbarkeit wartet, verpasst in dieser Branche die meisten Gelegenheiten. Wer dagegen bereit ist, unter Unsicherheit zu entscheiden und dafür Verantwortung zu übernehmen, verschafft sich einen Vorsprung – wie das Beispiel von Urs zeigt.
Stehen Sie gerade vor einer wichtigen unternehmerischen oder personellen Entscheidung? Lassen Sie uns darüber sprechen. Wir begleiten Unternehmen und Führungspersonen dabei, Veränderungen mit Klarheit, Erfahrung und dem richtigen Gespür für den nächsten Schritt anzugehen.

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